 Geschichte der Manuellen MedizinDie Manuelle Medizin entstand im Laufe von Jahrhunderten aus Elementen volkstümlicher Heilkunde. Im 19. Jahrhundert wurden in den USA die Konzepte der Osteopathie und der Chiropraktik entwickelt, kamen über Vertreter dieser Schulen nach Europa, wurden von Ärzten aufgegriffen, weiterentwickelt und auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Ärzte und Physiotherapeuten, besonders in England (u. a. Alan Stoddard), Skandinavien (u. a. Olaf Evjenth, Fredy Kaltenborn), Australien (Geoffrey Maitland) und Deutschland (u. a. James Cyriax, H.-D. Wolff, Gottfried Gutmann, Karl Sell) schufen damit die moderne Manuelle Medizin.
Das Ärzteseminar Hamm-Boppard (FAC) e. V. (heute DGMSM) wurde im Jahre 1953 gegründet und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM). Seit 1975 werden dort Physiotherapeuten in Manueller Therapie weitergebildet. Wir sehen es als großen Vorteil, dass in der DGMSM die Weiterbildung von Ärzten und Physiotherapeuten in gemeinsamen Kursen erfolgt; auch das Dozententeam besteht aus erfahrenen Vertretern beider Berufsgruppen. Die Zusammenarbeit von Ärzten und Physiotherapeuten nach erfolgter Weiterbildung wird hierdurch gefördert. Auch die ständige Weiterentwicklung der manualmedizinischen Grundlagen und Methoden profitiert von der gemeinsamen Arbeit . Die Weiterbildung in unserer Gesellschaft vermittelt die moderne Manuelle Medizin/Therapie, die unter Einbeziehung der ICF-Ebenen (WHO 2001: International Classification of Functioning, Disabilities and Health) in umfassende Therapiekonzepte eingebettet ist . |